Vorläufige Highlights 2020:

Unser Kongress-Motto 2020:

Fit für die digitale Assistenz?!

Eigentlich kann man es ja nicht mehr hören.

An jeder Straßenecke schreit das Buzzword “DIGITALISIERUNG” von den Plakaten. OK, etwas übertrieben, aber seit Jahren kaum ein Kongress, der dieses IN-Thema nicht abdeckt.

Warum jetzt auch wir?

Eine kleine Geschichte.

“Am Morgen nach dem diesjährigen Kongress frühstückte ich gemeinsam mit meiner Frau und Kornelia Schmid, die bei ihrem Bremen Besuch immer bei uns zu Gast ist. Wir kamen auf das Thema Alexa. Die kleine Helferin kommt gelegentlich bei meiner Mutter zum Einsatz und natürlich steht bei uns auch eine Box herum.

Kornelia pflegt seit 25 Jahren ihren an MS erkrankten Ehemann. Sie berichtete, dass sie Alexa auch einmal ausprobiert haben, aber die Kiste nie wirklich zum Einsatz kam. Ihr war das zu fremd und kompliziert.

Sie hatte auch nicht die Zeit und Ruhe, sich damit richtig zu beschäftigen. Ganz zu schweigen davon, die Funktionalitäten und die Bedienung dann noch ihrem Mann zu vermitteln.

Wir sprachen über die heute schon möglichen Anwendungen und wie in einem Brainstorming sprudelten nur so die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten aus unseren drei Köpfen.

Sprachsteuerung von allen erdenklichen kleinen und großen Tätigkeiten im Haushalt, wo nicht unbedingt immer zur Erledigung die “Alexa auf zwei Beinen (geschlechtsneutral)” gerufen werden müsste. 

Aber nicht nur typische “Smart Home” Themen fielen uns sofort ein. Digitale Assistenz kann sich natürlich auch auf den ganzen Pflege-Dschungel beziehen – vom digitalen Antragsmanagement über Abrechnungen und die Kontrolle der Pflegeversicherungsbudgets zum Beispiel.

Uns wurden drei Punkte schnell deutlich:

  • Die neuen Assistenzhilfen sind eigentlich Hilfsmittel, wie andere Pflegehilfsmittel auch – nur halt digital.
  • Damit der Nutzen für die Pflegebedürftigen und die Sorgenden und Pflegenden Angehörigen SPA erkennbar und vermittelbar wird, bedarf es der kombinierten Kompetenz von pflegerelevantem Wissen und dem Fachwissen um die Anwendung der digitalen Helfer – gepaart mit dem Zugang zu den Betroffen und ihren Familien.
  • Hard- und Software sowie die Beratung, Implementierung und Schulung kosten Zeit und Geld. 

 Wir spielten dann noch ein wenig mit Zahlen.

Bundesgesundheitsminister Spahn entlastet die Pflegenden in den Ambulanten Diensten mit digitaler Unterstützungstechnik. Hierfür fördert er die Dienste mit einem Zuschuss in Höhe von 12.000 Euro. Bei über 14.000 Ambulanten Pflegediensten sind das mehr als 160 Mio. Euro. Cool!

In den Diensten arbeiten theoretisch über 100.000 Vollzeitkräfte (Vollzeitäquivalente). Deren Wirken wird somit theoretisch mit 1.600 Euro pro Person mit digitaler Technologie entlastet und verbessert. Das Fördergeld kann für Hardware, Software und benötigter Schulung für die Pflegekräfte investiert werden. Hier die Infos zum Programm.

Wir stellten uns dann die beiden Fragen:

  1. Warum sollten nicht auch Sorgende und Pflegende Angehörige SPA (immer wieder gerne von der Politik als größter Pflegedienst Deutschlands tituliert) eine Förderung mit digitaler Technologie erfahren, wenn diese nach Bedarf sinnvoll und entlastend ist?

  2. Könnte man nicht die Pflegeberaterinnen und Pflegeberater schulen und deren Beratungsleistung für digitale Hilfsmittel durch ein Sonderprogramm finanzieren, damit nachhaltig und sinnvoll Gelder in neue digitale Technologien in den Pflegehaushalten investiert werden?”

OK, Geschichte zu Ende.

Hilke, Jörg und mir wurde in den folgenden Diskussionen immer bewusster, dass das Thema für die Pflegeberatung zukünftig eine hohe Relevanz haben kann (und sollte).

Hieraus hat sich das 2020 Motto entwickelt: Fit für die digitale Assistenz?!

 

PFLEGEBERATUNGS-
KONGRESS
2020

“Fit für die digitale Assistenz?!” hat ja ein Ausrufezeichen und ein Fragezeichen.

Beim Fragezeichen sehen wir uns, die Sorgenden und Pflegenden Angehörigen (SPA) aber auch natürlich uns als Pflegeberaterinnen und Pflegeberater adressiert. Fühlen wir uns schon “fit”? Und wenn nein, wie können wir uns dann hierfür qualifizieren?

Andererseits ist natürlich auch die Politik und das Versicherungswesen im Rahmen des SGB XI (oder auch SGB V) angesprochen. Sind die Rahmenbedingungen hier schon so gestaltet wie z.B. beim SOFORTPROGRAMM PFLEGE?

Dann stellt sich auch die Frage, ob die Industrie und die Dienstleister den schon “fit” für die Zusammenarbeit mit den Pflegebedürftigen, ihren SPA und der Pflegeberaterszene sind?

Wir werden in den kommenden Monaten ein attraktives Programm mit tollen Referenten zu diesem spannenden Themenkomplex zusammenstellen.

Weiterer Schwerpunkt: 1. daily business

Aufgrund des hohen Interesses am Workshop von Markus Oppel und am Impulsreferat von Marcello Ciarrettino beim diesjährigen Kongress werden wir das Themenfeld “alles Wichtige rund um den Pflegeberater/innen-Beruf” weiter ausbauen. Ob selbstständig oder in einer Organisation tätig – viele hilfreiche Informationen werden 2020 ausgetauscht.

Weiterer Schwerpunkt: 2. Aus- und Fortbildung 2030

Ob der Pflege-Kopilot kommt, die Forderung 2 nach einer Beratung der SPA nach SGB V oder im Rahmen einer möglichen umfassenden SGB XI Reform (Sockel-Spitze-Tausch) in den kommenden Jahren 90.000 zusätzliche Pflege-Experten als Case-Manager fortgebildet werden müssen – neues Wissen aneignen wird für das kommende Jahrzehnt immer wichtiger.

Hier spielt natürlich auch die Kompetenz-Vermittlung hinsichtlich des Kongress-Mottos “Fit für die digitale Assistenz?!” eine wichtige Rolle.

Wir werden dem Themenkomplex Aus- und Weiterbildung im Bereich Pflegeberatung und Case Management einen breiteren Raum geben.

Kern-Thema: bleibt die Pflegeberatung

Wie bei den vergangenen Kongressen wird natürlich alles Interessante, Neues, und Wissenswerte rund um die Pflegeberatung den Kern der Veranstaltung bilden. Bei der Themenauswahl werden auch die Bedürfnisse der Sorgenden und Pflegenden Angehörigen SPA wieder besonders berücksichtigt.

1 oder 2 Tage?

Mit großer Wahrscheinlichkeit wird der Kongress 2020 auf zwei Tage erweitert werden. Das ist noch nicht definitiv, wir überlegen noch.
Vom Zeitpunkt her wird es wohl wieder Ende Oktober werden. Hier stimmen wir uns gerade noch ab.

Ist Tickets reservieren sinnvoll?

Ja, unbedingt. In 2019 waren wir mit über 50 Teilnehmern ausgebucht. Für 2020 ist noch keine Begrenzung festgelegt. Aber wer sich sein Ticket frühzeitig reserviert, der ist auf jeden Fall dabei 😉

 

Wieder Video-Live-Übertragung?

Ja, unbedingt. Die Anmeldung hierfür wird voraussichtlich ab September möglich sein